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Von der Gewürzinsel Sansibar zum Globe-Theater Schwäbisch Hall

– kontrastreicher kann kein Ausflug sein –

Der diesjährige Partnerausflug des Clubs der Frau Bietigheim-Bissingen e.V. führte die Damen und Herren zuerst zur Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall in Wolpertshausen. Nach der sehr freundlichen Begrüßung erwartete die Teilnehmer ein hoch interessanter Vortrag nebst Film. Rudolf Bühler gründete 2001 Ecoland Herbs & Spices. Inzwischen werden biologische Gewürzprojekte in Indien, Serbien, Sansibar und Hohenlohe betrieben. Was steckt dahinter? Kleinbauern schließen sich zusammen, um so einen Marktzugang zu bekommen. Angebaut werden ausschließlich Mischkulturen nach biologischen, alten und bewährten Methoden. Der Vorteil ist, dass z.B. das Wissen der Ureinwohner Sansibars nicht verloren geht – dem Menschen und der Natur zum Wohle. Die Bauern erhalten zudem einen fairen Preis, der ca. 50 % über dem Weltmarktniveau liegt. Auf diese Weise erhalten sie eine solide Existenzgrundlage. Hilfreich ist hierbei die finanzielle Unterstützung der EU. Anschließend durfte die Gruppe die Lagerhalle besichtigen, wo sich prall gefüllte Säcke auftürmten. Ein betörender Duft nach Nelken, Pfeffer, Zimt u.a. Gewürzen erfüllte die Scheune. Im Verkaufsraum ließen es sich die Damen nicht nehmen und füllten ihre häuslichen Gewürzschränke auf.

Weiter ging es zur Schweinekoppel. Auch dort gibt es eine erstaunliche Entwicklung. Das in den 80er Jahren als ausgestorben geltende „Mohrenköpfle“ wollten die Hohenloher Bauern nicht hinnehmen. Sie taten sich zusammen und konnten mit 7 Sauen und einem Eber diese verloren geglaubte Rasse wieder beleben. Heute gibt es ca. 3500 Muttersauen, die jährlich ca. 70 000 Ferkel werfen. Die Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass die Schweine in einem sehr großen Gelände völlig frei entsprechend ihrer Natur leben können. Sie rannten munter umher und schnappten sich die Eicheln, die der Gästeführer mitgebracht hatte. Wie erklärt wurde, ist das Fleisch dieser Tiere absolut Bio und vom Öko-Test mit „sehr  gut“ bewertet worden. 2005 haben die führenden Tierschutzverbände der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall den Förderpreis „Pro Tier“ verliehen. Beim anschließenden Abendessen konnte sich die Gruppe von den guten Gewürzen und dem schmackhaften Fleisch selbst überzeugen.

Mit vielen neuen Erkenntnissen und frisch gestärkt ging es trotz der annähernd 40o nach Schwäbisch Hall in das neue Globe Theater zu Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Es war eine moderne, humorvolle Inszenierung, bei der doch immer wieder der klassische Shakespeare zu erkennen war. Es war ein Stück zum Lachen und so endete dieser Ausflug recht fröhlich. 

MYKENE Die sagenhafte Welt des Agamemnon

Werte Freundinnen der mykenischen Kultur! Mein Name ist Heinrich Schliemann.
Ich bin der weltweit beste Kenner Homers und der bedeutendste Archäologe aller Zeiten. Mein fester Glaube an Homers Ilias führte mich nicht nur nach Troja, sondern auch zum Burgberg von Mykene. Dort machte ich spektakuläre Entdeckungen, die den Ruhm vom goldreichen Mykene in die Welt trugen! Begleiten Sie mich nun auf meinem Rundgang!


Bei unserer Führung durch die Ausstellung im Badischen Landesmuseum Schloss Karlsruhe, stellte sich unser Museumsführer, verkleidet als H. Schliemann, mit diesen bzw. ähnlichen Worten vor. Zunächst erzählte er ein paar einführende Worte über sich selbst: Im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin wurde er als fünftes von neun Kindern geboren. Aus finanziellen Gründen musste er das Gymnasium verlassen und begann 1836 eine Kaufmannslehre. Über Hamburg gelangte er nach St. Petersburg, wo er erfolgreich tätigt war. 1850 zog es ihn jedoch nach Amerika wo er eine Bank gründete und geschickt investierte. Zurück in Europa wurde er durch Handelsbeziehungen mit der zaristischen Armee sehr reich. Jetzt endlich konnte er sich seinen Traum erfüllen und wurde Archäologe, wenn auch seine Erfolge umstritten waren, wie er bedauernd zugab.

Nach dieser Einführung durften wir durch die Nachbildung des berühmten Löwentors in die Räume der Ausstellung eintreten. Herr „Schliemann“ nahm wieder den Faden auf und erzählte weiter: 1874 reiste er nach Mykene, um Spuren der in Homers Ilias genannten Personen und Orte zu erforschen, insbesondere das Grab des Agamemnon. Schließlich entdeckte er im November 1876 prunkvolle Schachtgräber mit zahlreichen Goldschätzen, darunter die berühmte „Goldmaske des Agamemnon“. Die bis dahin weitgehend  unbekannte Kultur nahm Gestalt an und wurde als erste europäische Hochkultur eingestuft. Weitere Forschungen ergaben, dass die mykenische Kultur in Zentralgriechenland etwa 1600 v. Chr. ihre Blüte erlebte und weit ausstrahlte. Nach ihrem Zerfall lebte die glanzvolle Zeit nur noch in den Mythen fort.
Während Herr Schliemann erklärte, bewunderten wir die Geschicklichkeit der mykenischen Kunsthandwerker. Diese feinen, filigranen Objekte hatten es uns angetan. Mit jedem weiteren Saal den wir betraten, wuchs unsere Hochachtung vor dieser alten Kultur. 

Besuch im Atrium der Seniorenresidenz Pro Seniore mit selbstgebackenen Kuchen

Auf vielfachen Wunsch war der Club der Frau auch in diesem Jahr wieder zu Gast in der Seniorenresidenz Pro Seniore, Abteilung Pflege.

Wie in den letzten Jahren, so brachten die Damen auch diesmal wieder den Blumenschmuck für die Tische mit, um dieser Nachmittagsveranstaltung eine freundliche Note zu verleihen. Es war anrührend zu sehen, wie sich vor allem die weiblichen Bewohner über diesen Frühlingsgruß freuten.

Etliche Clubmitglieder hatten keine Mühe gescheut und sehr leckere Kuchen gebacken, die auch von den fleißigen Bäckerinnen serviert wurden. Die Auswahl war so groß, dass alle Anwesenden verschiedene Sorten probieren konnten. Vor allem der fruchtig-frische Erdbeerkuchen hatte es den Heimbewohnern angetan. Die gute Stimmung lockte auch einige Bewohner vom Betreuten Wohnen an und so unterhielten sich alle bestens. Einige ganz Mutige wurden übermütig und wagten sogar ein Tänzchen. Selbstverständlich nur unter der Fürsorge der dortigen Mitarbeiter.

Beim Abschied mussten die Damen des Clubs der Frau versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Dieser Bitte kommen sie sehr gerne nach.  

Bericht an mediacompany - April 2019

 

Zwei neue Ehrenmitglieder im Club der Frau

Kürzlich beging der Club der Frau seine Jahreshauptversammlung mit 7 Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und 2 neuen Ehrenmitgliedern.

Für 25-jährige Mitgliedschaft Roswitha Wittel. Für 40 Jahre Alice Alphons, Brigitte Keicher und Ilse Mayer. Für 45 Jahre Maria Hoffer, Christa Steiner und Marianne Zörner.
Bedauerlicherweise konnten nicht alle geehrten Damen dabei sein.  
Zwei verdiente Mitglieder wurden zum Ehrenmitglied ernannt. Margrid Roth war Gründungsmitglied und 22 Jahre lang 2. Vorsitzende, davor auch noch tätig als Schriftführerin. Sie legte ihr Amt bei der HV 2015 nieder.  Margret Roßberg, ebenfallsein Gründungsmitglied war 45 Jahre Schatzmeisterin. Sie hat die Kasse stets bestens verwaltet. 2017 legte auch sie ihr Amt nieder. Die Ehrenmitgliedschaft ist ein Dankeschön an beide Damen.

Bei der anschließenden Wahl gab es fast keine Veränderungen. Nahezu einstimmig wurden der Vorstand und die Beiräte wieder gewählt. Alle nahmen die Wahl an. Einzig Birgit Scheible, die 20 Jahre als Beisitzerin tätig war, stellte ihr Amt zur Verfügung. Mit einigen Dankesworten und einem schönen Blumenstrauß wurde sie von der 1. Vorsitzenden, Walburga Schell, aus ihrem Amt verabschiedet. Sie bleibt auf jeden Fall dem Verein treu und wird die Aktivitäten ohne Vereinsarbeit genießen.
Der Kassenbericht, vorgetragen von der Schatzmeisterin Ursula Müller, fiel positiv aus, so dass einstimmig beschlossen wurde, dem Frauenhaus Ludwigsburg wieder eine Spende zukommen zu lassen.
Wie die Vorsitzende zum Schluss ausführte, ist das neue Halbjahresprogramm in Arbeit. Es wird mit der Beschreibung der Clubreise nach Hamburg verteilt.     

Jahresauftakt 2019

Auch in diesem Jahr öffnete das Restaurant Otterbach seine Pforten für das Neujahrsessen des Clubs der Frau. Der Wintergarten mit seinem besonderen Ambiente sowie Küche und Keller haben es den Damen angetan.
Ein unterhaltsamer, netter Abend nahm auch Dank der lustigen Beiträge einiger Mitglieder seinen Lauf.

 

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